Ein Schallpegelmesser nimmt einen physikalischen Schallpegel auf und zeigt diesen in dB an. Ein Schallpegelmesser besteht zunächst aus einer Mikrofonkapsel, die den Schallpegel in eine elektrische Spannung umsetzt. Dieses Signal wird im Frequenzbereich bewertet (gewichtet), um das menschliche Hörvermögen nachzubilden. Häufig sind dies die A und C-Kurven. Das Signal wird anschließend zeitlich gemittelt. Dies sind meist die Einstellungen „slow + fast“, die eine Trägheit der Anzeige bewirken, so dass wir den Schallpegel auch mit den Augen folgen können. Hochwertige Schallpegelmesser verfügen über eine energie-äquivalente Mittelung und können auch den  LEQ berechnen.

Messgrößen

Die wichtigsten Messgrößen sind in der TA-Lärm und der DIN61672 exakt definiert.

Dies sind insbesondere:

  • LAEQ
  • LCEQ
  • LAFMAX
  • LCPEAK

Alle Werte werden in dB gemessen. Dies führt häufig zu Verwechslungen. Die Werte unterscheiden sich jedoch erheblich.

Günstige Schallpegelmesser (Amazon/Ebay) können bestenfalls den LAFMAX anzeigen. Daher sind diese Geräte für normkonforme Messungen völlig ungeeignet.

Pegelbereiche

Der Mensch hört im Bereich von 0dB (Hörschwelle) bis ca. 130dB (Schmerzschwelle).

Hochwertige Schallpegelmesser mit einer üblichen ½“ Kapsel haben ein Eigenrauschen von ca. 18dB(A) und messen bis weit über 140dB.

Es ist wichtig, die Begriffe Messbereich und Eigenrauschen auseinanderzuhalten.

Das akustische Eigenrauschen eines Schallpegelmessers ist der Anzeigewert, bei keinem akustischen Eingangssignal also völlige Stille.

Um ein Nutzsignal mit ausreichender Präzision messen zu können, muss dessen Pegel mindestens 6-10dB oberhalb des Fremdgeräuschs liegen. Das Fremdgeräusch setzt sich dem Eigenrauschen des Messsystems und allen anderen Störkomponenten (z.B. Verkehrslärm zusammen). Der Messbereich gibt an, in welchem Pegelbereich mit ausreichender Genauigkeit gemessen werden kann. Aus Marketinggründen wird gerne das Eigenrauschen als unterer Messbereich „angeboten“.

Frequenzbereiche

Dar hörbare Audio-Bereich erstreckt sich von 20-20kHz. Unter 20Hz befindet sich der Infraschall-Bereich. Oberhalb von 20kHz ist der Ultraschall-Bereich

Oktav/Terzfilter

Für weitergehende Untersuchungen wird der Audio-Bereich oft in mehrere Frequenzbänder unterteilt. Die einzelnen Bänder haben kein konstante Bandbreite, sondern „gehörrichtig“ logarithmisch. Dieser Zusammenhang bildet auch die Grundlage der Musiktheorie. Bei einem Oktavband ist die obere Grenzfrequenz doppelt so hoch wie die untere Grenzfrequenz. Unterteilt man ein Oktavband wiederum in 3 Bänder, so erhält man die Terzbänder.

Die Mittenfrequenzen sind in der DIN61260 normiert.

FFT

Für schmalbandige Analysen verwendet man die FFT (Fast-Fourier-Transform). Mit der FFT können gut einzelne Töne/Frequenzen ermittelt werden. Die Frequenzauflösung kann beliebig gesteigert werden, allerdings sinkt im gleichen Masse die zeitliche Auflösung.

Psycho-Akustik

Ein relativ junger Bereich ist die Psycho-Akustik. Hier wird mit sehr aufwendigen Algorithmen unser Hörvermögen nachgebildet. Bei psycho-akustischen Messungen steht nicht der Schallpegel mit einer Genauigkeit von Bruchteilen von dB im Vordergrund. Vielmehr sollen die Größen Lautheit, Tonhaltigkeit, Schärfe unseren Höreindruck wiederspiegeln. Breitere Anwendung finden z.B. die Lautheit in sone bei der Beurteilung von Lüftern, Klimaanlagen usw.